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Laser-Tonsillotomie
Unter Tonsillotomie versteht man
die operative Teilentfernung der Gaumenmandeln. Die Teilentfernung der Gaumenmandeln ist eine Alternative zur Tonsillektomie, der vollständigen Entfernung der Gaumenmandel. Der Eingriff wird vor allem bei Kindern zwischen dem 2. und 12. Lebensjahr durchgeführt. Die Tonsillotomie wird bei erheblicher Tonsillenvergrößerung (kissing tonsills) empfohlen, die mit Behinderung der Atmung oder des Schluckens verbunden ist. Sie wird entweder mit der Lasertechnologie oder mittels Radiofrequenz-Coblation durchgeführt. Die Vorteile gegenüber der Tonsillektomie bestehen vor allem:
extrem geringer Nachblutungsrate
ambulante Operation statt Krankenhaus
Erhaltung von Tonsillengewebe zur Entwicklung des Immunsystems

Wann sollte keine Tonsillotomie durchgeführt werden?
Bei chronischer Tonsillitis (chronische Gaumenmandelentzündung) oder gehäuften akuten Tonsillitiden (Anginen) muss leider weiterhin die "alte" Tonsillektomie (Totalentfernung der Gaumenmandeln) mit bis zu einer Woche stationärem Aufenthalt und erhöhtem Nachblutungsrisiko durchgeführt werden. Glücklicherweise sind chronische Mandelentzündungen im Kindesalter aber selten.

Die Vorbereitung des Eingriffs
erfolgt mit einem ausführlichen Aufklärungsgespräch und der Überreichung der Aufklärungsunterlagen.