Arzneimittelberatung


Pharmakologe Prof. Gerd Glaeske, Universität Bremen: "Wir haben eine Faustregel, die besagt: Vier Wirkstoffe kann man halbwegs vertragen. Wenn man aber die doppelte Menge von Wirkstoffen nimmt, verdoppelt sich nicht das Risiko, sondern es verdreifacht und vervierfacht sich. Das heißt, mit jedem Arzneimittel mehr potenziert sich die Gefahr von Wechselwirkungen und Nebenwirkungen." Die Zahl der Todesfälle wird jährlich auf ca. 50.000 in Deutschland geschätzt!
Kürzlich sprach ich einen Patienten, der mit seiner Ehefrau in meine Praxis kam, auf die Gefahren seiner von verschiedenen Ärzten insgesamt 30 (dreißig!) verordneten Medikamente an. Sehr überzeugt wurde mir zu verstehen gegeben, das er diese 30 Medikamente alle nehmen müsse, schließlich seien sie ihm verordnet worden!

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Arzneimittel und Vitalstoffe

Arzneimittel haben nicht nur gewünschte Wirkungen, sondern immer auch unerwünschte Nebenwirkungen.
Wenn Sie ein oder mehrere Medikamente langfristig einnehmen, besteht immer ein Risiko für Wechselwirkungen mit anderen Stoffwechselwegen. Z.B. kann das Medikament auf dem Weg durch den Körper Ihnen wichtige Vitalstoffe entziehen (Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe). Das bleibt für Sie zunächst völlig unbemerkt. Erst nach gewisser Zeit treten neue, scheinbar nicht im Zusammenhang stehende Störungen auf.

Beispiele

Beta-Blocker – wichtig zur Entlastung von Blutdruck und Herzmuskel
Nebenwirkung: behindert die körpereigene Bildung von Ubichinon CoEnzym Q10, ein Schutzenzym der Mitochondrien (Kraftwerke unserer Muskulatur) mit besonders hoher Konzentration im Herzmuskel, den wir durch Beta-Blocker doch gerade schützen wollen.
Kortison - wer auf die Einnahme angewiesen ist, hat ein hohes Risiko für Osteoporose.

Arzneimittelgruppen mit ausgeprägten Nebenwirkungen:

  • Abführmittel (Laxantien)
  • Antibiotika (Tetracycline)
  • Antiepileptika (gegen epileptische Anfälle)
  • Antihypertensiva (Blutdrucksenker)
  • Cholesterinsenker (Statine)

  • Diuretika (Harntreibende Mittel)
  • Regulierung des Blutzuckers (Metformin)
  • Rheumamittel (Methotrexat)
  • Säureblocker (Omeprazol, Pantoprazol)
  • u.a.m.

Arzneimittelberatungsdienst

Neben der Verlaufs- und Therapiebeurteilung durch den Arzt deckt moderne Labordiagnostik Defizite im Vitalstoffbereich auf. Wir zeigen Ihnen Wege, sich aus dieser Falle zu befreien.

Wer daher Arzneimittel dauerhaft nehmen muss und sich vor Nebenwirkungen präventiv schützen will, kann sich in unserem Arzneimittelberatungsdienst gerne Rat und Hilfe holen.