Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Wenn das Essen krank macht...

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeit und Nahrungsmittelallergie
müssen differenziert betrachtet werden, da es sich um verschiedene Reaktionsweisen handelt. Bei einer Nahrungsmittelallergie kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems (IgE vermittelt Antigen-Antikörperreaktion), wogegen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (Intoleranz) keinerlei Reaktionen im klassischen Allergietest zeigt.

Nahrungsmittelintoleranzen (Nahrungsmittelunverträglichkeit)
entstehen, wenn Bestandteile bestimmter Nahrungsmittel vom Körper nicht aufgenommen und verarbeitet werden können, weil bestimmte Enzyme zur Aufnahme oder zur Spaltung dieser Nahrungsbestandteile nicht ordnungsgemäß arbeiten. Diese Enzymdefekte können angeboren oder auch durch Krankheiten oder ernährungsbedingt erworben sein. Daneben gibt es pseudoallergische und pharmakologische Intoleranzen (s. unten).
Folge dieser Störung sind zum Teil heftige Unverträglichkeitsreaktionen. Bei der Fruktose- und Laktoseintoleranz entstehen besonders Magen-Darm-Beschwerden, wie Völlegefühl, Blähungen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall. Bei der Zöliakie kommt es durch vermehrte Durchfälle zu Vitamin- und Eisenmangel, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Blutarmut (Anämie) oder Ödeme. Die Histaminunverträglichkeit ähnelt einer Allergie und zeigt sich unter anderem durch Hautrötungen, Quaddelbildung, Atemnot (Asthma), Juckreiz und Herzrhythmusstörungen.

Das Medizinstudium trägt den Herausforderungen der Ernährungsmedizin nicht hinreichend Rechnung, so dass die Bundesärztekammer deshalb ein Curriculum "Ernährungsmedizin" für approbierte Ärzte verabschiedet hat, das ich bereits im Jahre 2001 erfolgreich absolviert habe. In Verbindung mit dem Abschluss des ersten Europäischen Studiengangs für Präventionsmedizin (2007-2009) an der Dresden-International-University (DIU), eröfffnen sich für die Beratung meiner Patientinnen und Patienten größere Zusammenhänge, Einsichten und therapeutische Wege.

Im Folgenden möchte ich auf einige ausgewählte Probleme der Ernährungsmedizin eingehen.
1. Die Histamin-Intoleranz 1-2 % (Anteil an der Gesamtbevölkerung)
2. Die Fruktoseintoleranz <0,1 % und 5-7 % Fruktose-Malabsorption (Anteil an der Gesamtbevölkerung)
3. Die Laktoseintoleranz 10-30% (Anteil an der Gesamtbevölkerung)
4. Die Galaktose-Intoleranz
5. Die Zöliakie 0,5 % (Anteil an der Gesamtbevölkerung)
6. Die Nahrunsmittelunverträglichkeiten (vom IgG-vermittelten verzögerten Reaktionstyp)

Weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten:
Enzymatische Intoleranzen (Enzymopathien): Saccharose- und Sorbitintoleranz
Pharmakologische Nahrungsmittel-Intoleranzen (relative Intoleranz): Biogene Amine (Tryptamin in Tomaten, Phenylethylamin in Schokolade, Tyramin in reifem Käse und Schokolade, Serotonin in Bananen und Nüssen), Glutamate (Glutamatunverträglichkeit), Koffein
Pseudoallergische Reaktionen auf Nahrungsmittelzusatzstoffe (unspezifischen Aktivierung und Degranulierung von Mastzellen): Lektine (enthalten z. B. in Erdbeeren), Salicylate in Äpfeln, Aprikosen, als Schmerzmittel verwendete Acetylsalicylsäure (ASS), Konservierungsstoffe (z. B. Benzoesäure), Säuerungsmittel (z.B. Zitronensäure, Essigsäure), verschiedene Farbstoffe (z.B. Tartrazin), Emulgatoren (z.B. Lecithin), Sulfite


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