Riechen und Schmecken


Geruchsstörungen

Die Riechregion gehört zu den ältesten Hirnstrukturen der Entwicklungsgeschichte.
Riechen und Emotionen sind eng gekoppelt.
Die Riechstoffe werden mittels Nasenatmung wahrgenommen. Riechstörungen sind daher häufig durch Erkrankungen der Nase, aber auch durch Verletzungen oder toxische Schäden der Riechfäden oder durch Erkrankungen der Hirnstrukturen verursacht.
Der Verlust des Riechens, so weit er nicht bedrohliche Ursachen hat, stellt daher zumindest eine schwere Einbuße von Lebensqualität dar.

Schmeckstörungen

Die Zunge als Hauptsitz der Geschmacksknospen nimmt 5 Geschmacksqualitäten wahr: "süß, sauer, salzig, bitter und umami1 . Der Geschmackssinn ist eine wichtige Überlebenshilfe: Saures und Bitteres deuten auf etwas Unbekömmliches hin und werden gemieden, wohlschmeckendes dagegen zum Lebenserhalt geschluckt.
Erkrankungen der Zunge, der Nervenbahnen, des Ohres (!) oder der zugeordneten Hirnstrukturen können zu Schmeckstörungen führen.

Um die Ursache einer eingeschränkten oder veränderten Geruchs- oder Geschmacksempfindung abzuklären sind umfassende Untersuchungen vonnöten.

Dazu gehören die:

  • HNO ärztliche Untersuchungen
  • Sonographie der Nasennebenhöhlen

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1 Umami (japanisch für "wohlschmeckend") wurde 1908 durch den japanischen Forscher Ikeda entdeckt. Der Umamigeschmack ist vor allem in eiweissreicher Nahrung wie beispielsweise Milch, Fleisch, Käse oder Sojabohnen zu finden. Die Aminosäure Glutamat ist der Geschmacksträger für "umami".