Stress - Burnout-Chronic Fatigue

Stress - und seine zerstörenden Folgen

Mit einem „Haeven can wait, George“, stellt John Malkovitch (als Gottvater in einem Werbetrailer) im Tausch gegen ein bekanntes Markenprodukt die Unversehrtheit eines Mannes (George Clooney) wieder her, dem gerade aus größerer Höhe ein Konzertflügel auf den Kopf gefallen ist und breitet seine schützende Hand über ihn. Das Überraschende: nichts davon konnte man vorhersehen.

Chronischer Stress und seine Folgen sind vorhersehbar. Und die schützende Hand findet man auf Erden in Stress-Coaching Kursen. Was aber, wenn einem der Flügel schon auf den Kopf gefallen ist? Zum Arzt! Nun sind unsere regulären medizinischen Sprechstunden nicht im Entferntesten vergleichbar mit dem Himmel. Nach A. Wolf (2011) hat weder die Diagnostik noch die Stress-Verarbeitung und -Minderung dort einen konzeptionellen Platz. In der Präventionsmedizin fließt das komplexe Wissen darüber zusammen. Ich nehme mir die Zeit Ihnen die Zusammenhänge in Ruhe zu erklären, diagnostische Maßnahmen vorzuschlagen und komplexe therapeutische Konzepte individuell zu unterbreiten.

Zunächst ist "Stress" ein evolutionäres Regulationsprinzip des Körpers, das zur Erhaltung vitaler Lebensfunktionen in bedrohlichen Situationen reflexartig abläuft und zwischen „Kampf oder Flucht“ entscheidet. Was Stress so gefährlich macht, hat die moderne Wissenschaft erforscht.

Es gibt nach Kaluza (2004) drei Stress-Komponenten:
Da sind die Stressoren. Das sind stressauslösende Faktoren - belastende Bedingungen und Anforderungen, wie z.B. Kälte, Hitze, Lärm, Hunger, Durst, chronischer Schmerz und Juckreiz, Bewegungseinschränkung, Tinnitus, Leistungsdruck, hohe Verantwortlichkeit, ungelöste schwelende Konflikte, Konkurrenzsituationen, Isolation, Trennungsverluste, Gewalt, Missbrauch u.v.a.m..
Persönliche Stressverstärker sind Motive, Einstellungen und Bewertungen, mit denen wir an die belastenden Situationen herangehen und die darüber mitentscheiden, ob und wie heftig Stressreaktionen in diesen Situationen auftreten. Sie beruhen auf individuellen Motiven, Einstellungen und Bewertungen, die wesentlich dazu beitragen, dass Stressreaktionen ausgelöst und/oder verstärkt werden. Dazu zählen z.B. ausgeprägtes Profilierungsstreben, Perfektionismus, Ungeduld, Unfähigkeit eigene Leistungsgrenzen zu akzeptieren, Macht- und Hilflosigkeit u.a... Erst das Zusammenwirken von Stressoren und persönlichen Stressverstärkern löst die Stressreaktionen aus, die eine allgemeine Aktivierung mit charakteristischen Veränderungen von körperlichen Funktionen, von Gedanken und Gefühlen und Verhalten bewirken.

Je nach Dauer und der Stressereignisse unterscheiden wir den akuten und den chronischen Stress, der bei langanhaltender Einwirkung zum Burnout führen kann. Ein noch tiefergehendes neuro-endokrino-immunologischen Krankheitsbild mit psychischen Auswirkungen ist das Chronic Fatigue Syndrom | Myalgische Enzephalomyelitis.

Wissenschaftliche Literatur:
von einem der führenden psychologischen Psychotherapeuten Deutschlands und meinem Lehrer während des Studiums Präventionsmedizin an der Dresden-International-University (DIU):
Prof. Dr. Gert Kaluza: "Gelassen und sicher im Stress". Das Stresskompetenz-Buch. Stress erkennen, verstehen, bewältigen. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Springer-Verlag GmbH, September 2007,
ISBN: 354020489X

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