Stille Killer

"erledigen" Jugendlichkeit und Gesundheit

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Jugendlichkeit & Gesundheit

Der Traum der Menschen vom Erreichen eines hohen Alters in Gesundheit, voller Lebenskraft und bei gutem Aussehen ist uralt. Aber erst seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts gewinnt die Wissenschaft auf mikrobiologischer Ebene tiefere Einblicke in die Alterungsprozesse. Dabei wurden zwei stille Killer unseres Stoffwechsels erkannt. Einer der Killer wurde schon als „oxidativer Stress“ durch freie Radikale beschrieben. Der zweite Killer ist der sogenannte „inflammatorische Stress“, worunter man die „silent inflammation“ oder die stille bzw. schleichende Entzündungsreaktion versteht. Auch dieser Feind wirkt jahrzehnte vollkommen unbemerkt, da er sein Zerstörungswerk schmerzfrei im Körper erledigt. Normalerweise dienen Entzündungen als Maßnahme im Abwehrkampf gegen Krankheitserreger (Infektion).

Dabei spielen die Omega-Fettsäuren (FS) in unserer Nahrung eine entscheidende Rolle: Die Omega-6-FS starten die Entzündung und die Omega-3-FS beenden diese. Für den Entzündungsverlauf kommt auch den Hormonen Insulin und Glukagon eine Bedeutung zu, da diese ebenfalls aus unterschiedlichen Omega-Fettsäuren (Eicosanoiden) generiert werden. Ob wir durch heilsame Entzündungsprozesse Krankheitserreger überwinden oder durch schleichende Entzündungen und den Angriffen der freien Radikale über Jahrzehnte unsere Blutgefäße zerstören, Atherosklerose, Herzinfarkt, Alzheimer, Osteoporose oder Krebserkrankungen entwickeln, hängt auch von unserer Ernährung, maßgeblich vom Verhältnis von Omega-6-FS zu Omgea-3-FS ab.

Und genau hier beginnt das Problem: Omega-6-FS (vor allem in vielen industriell verarbeiteten Pflanzenölen) hat gegenüber Omega-3-FS (z.B. in fettem Meeresfisch, kaltgepressten Lein-, Hanf-, Rapsöl) ein Übergewicht von ca. zehn bis zwanzig zu eins. Das bedeutet: In unserem Körper laufen permanent Entzündungswellen ab, die durch das Fehlen des Gegenspielers Omega-3-FS nicht gestoppt werden.
Epidemiologische Beispiele: Die niedrige Rate von Herz-Kreislauferkrankungen auf Grönland wird auf traditionelle Ernährungsgewohnheiten der Eskimos mit fettem Fisch zurückgeführt. Das Verhältnis Omega-6-FS zu Omega-3-FS beträgt dort ca. 1 : 1 (!), bei den US-Amerikanern ca. 50 : 1, bei den Europäern ca. 20 : 1 und bei den Japanern mit der weltweit höchsten Lebenserwartung ca. 2 : 1.

Ein weiteres Problem unserer Ernährungsgewohnheiten ist das dramatische Überangebot von Kohlehydraten mit hohem glykämischen Index (raffinierte Zucker, Mehle und Backwaren), die über eine Insulinausschüttung die proinflammatorische Situation erheblich fördern. Sehen Sie sich dazu einen umfassenden wissenschaftlichen Beitrag: "Die Kohlenhydratfalle" an.

Wir sind nicht hilflos: Ernährung mit Köpfchen und "phytochemicals"
Neben dem fundierten Wissen um die antiinflammatorischen Möglichkeiten bei der Auswahl der richtigen Kohlenhydrate und Fettsäuren, hat sich die Präventionsmedizin immer mehr der eindrucksvollen antioxidativen, antiinflammatorischen und chemopräventiven Wirkungen von Pflanzeninhaltsstoffen ("phytochemicals") zugewandt. Bekannt sind neben der Omega-3-FS (auch Vitamin F genannt) die Isoflavone aus Soja, Hydroxytyrosol aus Oliven, Lycopin aus Tomaten, Resveratrol aus Rotwein, Epigallocatechin-3-gallat aus grünem Tee. Auch bei den Gewürzen gibt es seit altersher bekannte "Wundertäter", wie Salbei, Thymian, Kurkuma, Knoblauch, Zwiebeln u.v.a.m..

Ernährungsempfehlungen sollten daher nicht nur auf eine Gewichtsreduktion abzielen, sondern auch Hinweise zur Vorbeugung der typischen Zivilisationskrankheiten, wie Herz-Kreiskauf-Erkrankungen, Krebs, Diabtes mellitus Typ II und Alzheimer enthalten.

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