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HNO

Nach der Antibiotikatherapie

Unterstützung der Darmflora durch Probiotika nach Durchfallerkrankungen.

Das Antibiotikum (Mehrzahl Antibiotika, griechisch wörtlich "gegen etwas Lebendes") ist in seinem Siegeszug beim Kampf gegen Infektionen nicht mehr aufzuhalten. Antibiotika sind nach der gültigen Definition Stoffwechselprodukte von Mikroorganismen, die Bakterien bekämpfen.
Wir kennen drei Wirkprinzipien:
bakteriostatisch (Bakterien werden an der Vermehrung gehindert),
bakterizid (Bakterien werden zwar getötet, sind aber weiterhin physisch vorhanden),
bakteriolytisch (Bakterien werden getötet und deren Zellwand aufgelöst).

Nebenwirkungen:
Zurecht fürchten viele Menschen die Nebenwirkungen einer notwendigen antibiotischen Therapie. Denn leider wirken die Antibiotika nicht nur gegen die uns krankmachenden Bakterien. Antibiotika können nicht zwischen den pathogenen (uns krankmachenden) und den uns gesunderhaltenden Keimen, die besonders zahlreich unseren Darm besiedeln unterscheiden. Diese "Darmflora" hat aber sehr wichtige Aufgaben:
* Immunmodulation
* Versorgung mit Vitaminen (Thiamin, Riboflavin, Pyridoxin, B12, K)
* Unterstützung der Verdauung von Nahrungsbestandteilen
* Versorgung der Darmepithelschicht mit Energie (Butyrat)
* Anregung der Darmperistaltik
* Produktion von kurzkettigen Fettsäuren (Butyrat, Essigsäure, Propionsäure)
* Detoxifizierung (Entgiftung) von Xenobiotika (Farbstoffe, Pestizide, Pharmaka, Konservierungsmittel)
Antibiotika verrichten durchaus ein Zerstörungswerk in dieser nützlichen Bakterienwelt. Aufgrund der gestörten Mikroökologie des Darms sind Durchfallerkrankungen ein häufiger Nebenef­fekt einer Antibiotikatherapie - sie betreffen etwa jeden fünften der Patienten

Antibiotika können die Darmflora noch monatelang aus dem Gleichgewicht bringen,
Probiotika tragen zur Wiederherstellung der natürlichen Darmflora bei und können Antibiotika-assoziierte Durchfallerkrankungen reduzieren. So war einer Meta-Analyse mit insgesamt 881 Patienten zufolge das Risiko dafür um rund zwei Drittel reduziert.Eine begleitende Ernährungstherapie kann die Darmflora unterstützen. Besonders effektiv sei eine Kombination aus probio­tischen Kulturen, Prebiotikum und Mikronährstoffen wie sie in Orthomol Immun pro® vorliege. Das Präpa­rat enthält sechs verschiedene probiotische Kulturen sowie das Prebiotikum Inulin, die selektiv das Wachs­tum nützlicher Bakterien im Darm fördern.

1 D'Souza et al. BMJ 2002 ;324(7350): 1361- 1364.
2 Dethlefsen et al. PLoS Biology 2008;6(11):2383-2400.
Auszugsweise Quelle: Orthomol GmbH