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Insulintrennkost

Für Sie gelesen: Schlank im Schlaf

Ein falscher Mahlzeiten-Mix kann zu einer deutlichen Überstimulierung der Insulinsekretion führen.
Die Folge: Überschüssige Energie wird vermehrt in Fettdepots gespeichert.
Daher empfiehlt Dr. Detlef Pape, Internist aus Essen, eine Insulintrennkost, die sich am Biorhythmus orientiert, um „im Schlaf abzunehmen“.


Das Konzept richtet sich nach dem neuen Insulin-Score, der sich nicht auf den Glukosespiegel, sondern auf die Insulinantwort des Pankreas bezieht.
Zwei Faktoren spielen dabei eine zentrale Rolle. Zum einen die Zusammensetzung der Nahrung: So kann laut Pape die Kombination von Kohlenhydraten
und tierischen Proteinen zu einer doppelt so hohen Insulinausschüttung führen wie eine reine Kohlenhydratkost.
Und zum zweiten ist der Anteil der Fettverbrennung in der Nacht deutlich höher als am Tag:
Er beträgt ca. 75 % – allerdings nur, wenn keine hemmenden Effekte von Insulin vorliegen.

Daher empfiehlt Pape, die nächtliche Fettverbrennung durch eine proteinbetonte, kohlenhydratfreie Abendmahlzeit (z. B. Salat mit Putenbrust)
und ein leichtes abendliches Training zu unterstützen.

Am Morgen sollte nach seinen Angaben ein kohlenhydratbetontes Frühstück mit 3 - 4 Scheiben Brot oder 10 - 12 Esslöffeln Müsli erfolgen,
und wieder auf eine Trennung von Kohlenhydraten und tierischen Proteinen geachtet, also das Müsli mit Fruchtsaft statt mit Milch angerührt werden.

Beim Mittagessen steht die Trennung hingegen nicht so im Vordergrund, weil Insulinrezeptoren dem Biorhythmus unterliegen und in den Mittagsstunden
besonders effektiv arbeiten, so dass hohe Insulinspiegel weniger nachteilig sind. Hier rät Pape zur abwechslungsreichen, vollwertigen Mischkost mit
kräftigen Kohlenhydratportionen (6 - 7 Kartoffeln, ein Beutel Reis, 250 g gekochte Nudeln).

Mehr als diese drei sättigenden Mahlzeiten sollten nicht aufgenommen werden, damit die Insulinproduktion und somit der Blutzuckerspiegel
zwischenzeitlich immer wieder absinken kann. Statt zu naschen, empfehle sich der gezielte Einsatz von Bewegungsaktivitäten, so Pape.
Je häufiger der Stoffwechsel im Tagesverlauf angeregt werde, desto besser würden überschüssige Fettsäuren verbrannt.


Quelle: Dr. Detlef Pape, „Gesunde Ernährung einfach gemacht“, Vortrag während des 6. Symposiums „Männergesundheit“ München, 21. bis 23. Januar 2010